Saisonfinale mit Geschmäckle

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Sezgin Özhan geriet mit Vierlinden gegen RWS in Schräglage. Trotz des 4:3-Sieges muss Lohberg in die Relegation. Foto: Udo Milbret

Mündelheim rettet sich kampflos, da Bottrop-Ebel nicht antrat. RWS Lohberg muss trotz Sieg in Vierlinden in die Relegation

Es gibt ein schöneres Saisonfinale als das solche, wie es die abstiegsbedrohten Bezirksligisten in der Gruppe 5 am Sonntag erlebt haben. Das werden sich insbesondere die Kicker von RWS Lohberg denken, die trotz eines 4:3-Siegs bei der DJK Vierlinden den Gang in die Relegation antreten müssen. Aus ihrer Sicht müssen sie das, weil der bereits als Absteiger feststehende VfR Bottrop-Ebel bei der TuS Mündelheim nicht antrat. Diese erhielt somit mittels einer 2:0-Wertung die drei Punkte, welche sie nun auf Platz elf die Saison beenden lässt. Im Falle einer Niederlage wäre die TuS auf den Relegationsrang gerutscht und Mitaufsteiger RWS gerettet gewesen.

„Ich kann den Ärger der anderen nachvollziehen“, sagte Frank Krüll, der den Klassenerhalt durchs reine Nichtstun gern vermieden hätte. „Wir hatten alles schon für eine Party auf unserem Platz vorbereitet, da wir es mit einem Sieg sportlich und selbst entscheiden wollten“, machte der Coach klar. Sogar ein Punkt hätte Mündelheim gereicht. So nehmen der Trainer und sein Team die Rettung mit einem faden Beigeschmack mit, für den sie selbst nichts können. „Aber wir haben es geschafft“, so Krüll.

Dass der Beigeschmack so bitter ausfällt, lag am Abschneiden der Konkurrenten aus Lohberg, Bocholt und Krechting, die sämtlich die notwendigen Siege einfuhren, um Mündelheim noch in Gefahr bringen zu können.