TuS Mündelheim setzt im Abstiegskampf auf den Heimvorteil

Die TuS Mündelheim – hier mit Garrit Jost am Ball – will in der Restrückrunde auf eigenem Platz den Klassenerhalt sicherstellen. Foto: Ute Gabriel / FUNKE Foto Services

Die TuS Mündelheim absolvierte bereits neun Auswärtsspiele. Nun will der Aufsteiger am Rheinheimer Weg die Basis für den Klassenerhalt schaffen.

 

Auf den ersten Blick erscheint die Halbzeitbilanz der TuS Mündelheim mager. In der Gruppe 5 der Fußball-Bezirksliga stehen die Kicker vom Rheinheimer Weg nur mit einem Punkt Vorsprung zum Abstiegsrelegationsplatz auf Rang 13.

Doch erstens haben Duisburgs Südlichter im Nachholspiel beim VfB Bottrop-Ebel am 19. Februar noch die Chance, ihren Punktestand auf 21 Zähler auszubauen – und zweitens bestritten sie nur sechs ihrer bislang 18 Partien auf dem neuen heimischen Kunstrasenplatz. Was die Anzahl der Auswärtsspiele angeht, ist die TuS einsamer Spitzenreiter – da wird der Eindruck vom Aufsteiger deutlich positiver.

„Wir können insgesamt ganz zufrieden sein“, sagt auch Frank Krüll, „und wenn wir das Nachholspiel in Bottrop noch gewinnen, ist unser erste Halbserie schon in Ordnung“, so der Coach.

Mit neun Auswärtsspielen zu starten, ist gerade für einen Liga-Neuling kein Zuckerschlecken. Gerade einmal vier Punkte sprangen für den Aufsteiger aus den ersten acht Spielen heraus, ehe es mit einem 2:1-Sieg in Meiderich im Rücken am 10. Oktober ins erste Duell auf dem fertiggestellten Kunstrasen am Rheinheimer Weg ging.

Und prompt legten die Mündelheimer mit einem 4:2 gegen Krechting und dem 2:1 bei der DJK Lowick eine wichtige Siegesserie gegen direkte Abstiegskonkurrenten hin. Zu keinem anderen Zeitpunkt konnte die TuS zweimal hintereinander punkten, doch diese Phase war die Basis dafür, dass sich die Krüll-Elf ab Spieltag neun aus der roten Zone verabschiedete und fortan zwischen Platz elf bis 13 pendelte. Für einen Aufsteiger nicht die schlechteste Bilanz, zumal Coach Krüll mit argen Personalproblemen zu kämpfen hatte.

Drei Leistungsträger gingen

Doch der Trainer weiß auch, dass sein Team in der Restrunde noch eine Schippe drauflegen muss. „Wir haben viel zu viele Gegentore kassiert“, klagt Krüll mit Blick auf das Torverhältnis von 28:45 Treffern. Deshalb lautet sein Motto für die zweite Saisonhälfte: „Weniger Gegentore – mehr Punkte.“

21 Treffer kassierte sein Team in den ersten neun Auswärtsspielen hintereinander – im entsprechend vollgepackten Heimprogramm zum Restrundenstart am 5. März will der Coach mehr Ausbeute sehen: „Wir haben sechs dieser Spiele verloren, das darf uns nicht nochmal passieren.“ Immerhin sprang im zweiten Spiel der Rückrunde daheim gegen Friedrichsfeld mit dem 1:1 schon ein Zähler mehr heraus als beim 0:3 in der Hinrunde.


TuS-Trainer Frank Krüll ist mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Derzeit belegen die Mündelheimer Platz 13.
Foto: Ute Gabriel

Sollte die TuS auch manchem Favoriten ein Bein stellen können, könnte sie sich ins gesicherte Mittelfeld begeben. Gegen direkte Konkurrenten machte der Aufsteiger bislang zuverlässig seine Hausaufgaben.

Leichter wird es aber auch aus personeller Sicht wahrscheinlich nicht. Mit Stürmer Fabian Riesener (drei Treffer) sowie den Verteidigern Lukas Wolters und Sören Höffler wagen drei Leistungsträger nun beim TV Kalkum-Wittlaer den Sprung in die Landesliga. Mit Dennis Ecker (Mittelfeld, TuSpo Huckingen) sowie Mittelfeldmann Dennis Kutsch und Innenverteidiger Simon Englisch, die von Krülls Heimatverein Linner SV kommen, heuern im Gegenzug drei Neuzugänge am Rheinheimer Weg an. Doch vor allem der Abgang seines Abwehrchefs Höffler schmerzt Krüll: „Sören hat Oberligaformat, das tut schon weh.“

Zwei Verletzte kehren zurück

Zumal mit Sebastian Brunnen und Manuel Lemke zwei lange verletzte Stammkräfte nun wieder voll einsatzbereit sind, ist Frank Krüll aber zuversichtlich, die Abgänge auffangen zu können. „Wenn wir als Mannschaft auf dem Platz stehen, werden wir es schon schaffen“, ballt der Trainer die Faust und meint damit auch zugleich das Erreichen des Saisonziels. Den 13. Platz nach dem 34. Spieltag würde Frank Krüll unterschreiben – selbst wenn der Vorsprung zur Abstiegsrelegation auch dann nur einen Zähler betragen sollte.

Quelle: http://www.waz.de/sport/lokalsport/duisburg/tus-muendelheim-setzt-im-abstiegskampf-auf-den-heimvorteil-id209459007.html#